Sauber. Modern. Zukunftsfit.
Sauberes Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Grundlagen unseres täglichen Lebens. Wir drehen den Wasserhahn auf und erwarten ganz selbstverständlich, dass jederzeit hochwertiges Wasser verfügbar ist – in bester Qualität, mit ausreichend Druck und absolut verlässlich.
Damit das funktioniert, braucht es weit mehr als nur gute Quellen: Eine moderne Wasserversorgung besteht aus einem komplexen Zusammenspiel aus Quellfassungen, Hochbehältern, Druckzonen, Leitungsnetzen, Steuerungstechnik und laufender Überwachung.
In Hart im Zillertal haben wir in den vergangenen Monaten & Jahren intensiv in diese Infrastruktur investiert. Gerade die zunehmenden Trockenperioden und Extremwetterlagen zeigen heute, wie wichtig diese Entscheidungen waren. Während andere Gemeinden bereits mit Versorgungsengpässen oder Einschränkungen kämpfen, verfügen wir derzeit über sehr gut gefüllte Speicheranlagen und eine stabile Versorgungssituation.
Woher kommt unser Trinkwasser?
Die Gemeinde Hart im Zillertal wird überwiegend aus mehreren gemeindeeigenen Quellen versorgt. Dazu zählen unter anderem:
- Holzeggquellen
- Maurachwiesquelle
- Eggl-Pieflingquellen
- Schrabachquellen
- weitere kleinere Quellen im Gemeindegebiet
Zusätzlich steht mit dem Tiefbrunnen „Kohlstatt“ eine weitere wichtige Reserve zur Verfügung.
Die einzelnen Quellen speisen – abhängig von Lage und Höhenzone – verschiedene Bereiche unseres Versorgungsnetzes.
Hochbehälter: Das Rückgrat der Versorgung
Eine zentrale Rolle spielen unsere Hochbehälter. Sie speichern Trinkwasser, gleichen Verbrauchsspitzen aus und sorgen dafür, dass auch bei erhöhtem Bedarf oder technischen Problemen genügend Wasserreserven vorhanden sind.
Neuer Hochbehälter „Obervifat“
Mit dem neuen Hochbehälter „Obervifat“ wurde Ende 2025 bzw. Anfang 2026 eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der letzten Jahrzehnte umgesetzt.
Die Anlage verfügt über:
- rund 300 m³ Speichervolumen
- moderne Sensor- und Steuertechnik
- UV-Desinfektionsanlage
- Echtzeitüberwachung von Füllstand, Zu- und Ablauf
- hohe Löschwasserreserven für den Ernstfall
Der neue Behälter bildet künftig das zentrale Rückgrat der Trink- und Löschwasserversorgung für große Teile unserer Gemeinde.
Gleichzeitig arbeiten wir mit Hochdruck daran, ältere Anlagenteile schrittweise zu modernisieren und zu entlasten.
Moderne Technik & Echtzeitüberwachung
Unsere Wasserversorgung wird mittlerweile digital überwacht.
Dazu zählen unter anderem:
- Pegelstände der Hochbehälter (siehe LIVE-Überwachung oben)
- Quellschüttungen
- Wasserzuläufe und Wasserabgänge
- zukünftig: Druckverhältnisse im Leitungsnetz
- mögliche Unregelmäßigkeiten oder Störungen
Dadurch können Probleme frühzeitig erkannt und Versorgungsengpässe vermieden werden.
Die aktuellen Pegelstände unserer Hochbehälter können direkt auf dieser Seite in Echtzeit eingesehen werden.
Versorgungssicherheit für die Zukunft
Eine sichere Wasserversorgung entsteht nicht kurzfristig. Leitungen, Speicher und technische Anlagen müssen über Jahrzehnte geplant, gebaut und erhalten werden.
Deshalb investieren wir laufend in:
- neue Leitungsverbindungen, Ringleitungen
- zusätzliche Versorgungssicherheit
- moderne Speichertechnik
- Digitalisierung und Fernüberwachung
- Quellschutz und Wasserqualität
- Löschwasserversorgung
Bereits umgesetzt wurde beispielsweise die neue Leitungsverbindung zwischen Oberhart und Niederhart oder im Jahr 2025 die Verbindung Helfenstein <-> Niederhart.
Wasserqualität
Unser Trinkwasser wird regelmäßig kontrolliert und entspricht den strengen österreichischen Qualitätsstandards.
Überprüft werden unter anderem:
- bakteriologische Werte
- Wasserchemie
- Härtegrad
- hygienische Parameter
- technische Grenzwerte
Die hohe Qualität unseres Trinkwassers ist ein wertvolles Gut – und keine Selbstverständlichkeit.
Infrastruktur mit Weitblick
Viele Projekte werden heute gemeinsam gedacht:
Wenn neue Wasserleitungen gebaut werden, werden oft gleichzeitig:
- Glasfaserleitungen,
- Stromleitungen,
- Kanalinfrastruktur
- oder zukünftige Energielösungen mitverlegt.
Das spart Kosten, reduziert Eingriffe in Natur und Straßen und sorgt für eine moderne Gesamtinfrastruktur.
Verantwortung für kommende Generationen
Wasser ist eines der wichtigsten Themen für die Zukunft unserer Gemeinde.
Die vergangenen Monate und Jahre haben gezeigt, dass Investitionen in die Wasserversorgung keine „unsichtbaren Ausgaben“ sind – sondern notwendige Vorsorge für kommende Generationen.
Dass Hart im Zillertal heute über eine stabile Versorgungssituation verfügt, ist das Ergebnis dieser konsequenten Arbeit der letzten Jahre.
Und genau diesen Weg werden wir auch in Zukunft weitergehen.